Aufsatz von Rudi H., Klasse 4d – Thema: 4-Klassen-Gesellschaft

Hallo. Ich bin der Rudi :-(
Ich bin in der 4d, weil ich für die 4a als zu blöde eingestuft wurde. Das meinte jedenfalls der Arsch von Rektor, und der sagte auch, dies hatte er kommen sehen, weil meine Eltern auch nix auf die Beine bringen – außer den Rudi.
 :-(
Mein Vater ist bei einer Baufirma Verputzer, aber nicht im Winter, da beantragt er Stütze beim Amt :-(
Meine Mutter putzt auch ständig, weil wir sonst nix Ordentliches auf den Teller kriegen, putzt für drei Euro den Dreck von anderen Leuten weg, die so viel Kohle verdienen, dass sie sich eine Billigputze leisten können und damit noch rumprahlen. Die schaffen nix, schaffen aber an und lassen anschaffen, egal, wer dafür seinen Arsch hinhalten muß. Sauerei!
 :-(
Ich wollte ja mal aufs Gymnasium, bin aber schon bei meiner Einschulung schräge angepisst worden, da meine Fremdsprachenkenntnisse unter aller Sau waren, kein Wirtschaftsenglisch verstand und Global Player mit Fußballspieler verwechselte. Andere Schulanfänger waren schon im Kindergarten Juristen oder Zahnärzte, bevor sie nur eine einzige Honorarrechnung berechnen- oder eine Briefkastenfirma gründen konnten – pralle Schultüten und so.
Ab der 5d geht's dann lehrplanmäßig darum, mein Wissen für den Ernst des Lebens aufzustocken (Anträge auf Hartz IV zu begreifen), damit ich mir – nach erfolgreichem Abgang von der Hauptschule –  meinen Lebensstil als Leiharbeiter selbständig erarbeiten kann.
Bis dahin verfeinere ich fleißig meine Sozialkompetenz im Leistungskurs Hartzvierkunde, in der Hoffnung auf ein »sehr gut« im Abschlussbericht der Volksschule.

Rudi H., Volksklasse 4d, Bedarfsschule :-(

Volkskrankheit Schlafstörung

Nach einer Studie der TK leiden Deutsche zunehmend an Schlafstörungen, schlafen weniger oder finden keine ausreichend geschützte Schlafräume für geruhsame Albträume.
Betroffen seien vor allem: Park- und Brückenbewohner, traumatisierte Wirtschaftssklaven, Hartz IV-Opfer, Leihmalocher, Schuldner der TK, Veteranen der Wehrmacht, Kindersoldaten der Bundeswehr, kleinwüchsige Neonazis und Abgeordnete ohne Nebeneinkünfte.

Das Bundesverfassungsgericht gibt bekannt: Hartz IV-Wohnungen sind würdevoll anzumieten

Danke euch Verfassungstreuen für diese (ein)erschlagende Erkenntnis.
Geht noch etwas mehr?
Klar, geht immer, wenn's halt keinen Verfassungsrichter*In betrifft, der/die vor dem allerhöchsten Gericht eifrig klagen würden, um nicht auf einer elenden Parkbank zu enden, wie so mancher Dreck aus der sozialen Mülltonne Deutschlands, der sich nicht einmal mit Tafelspeisungen zufrieden gibt, klagt und sich nur verpisst, wenn der Gashahn abgedreht aufgedreht wird.
Haben fertig entschieden, angemessene Müllkosten zu übernehmen. Im Namen des Volkes, der Gerechtigkeit und sonstigem Übel.

Wirtschaftsrat rät weise: Schluß mit subventioniertem Müßiggang aus der Spendenkasse

Im Zeitalter digitaler Erfordernisse entwickelt sich der Mensch zusehens zu Müll einem wirtschaftlichen Asse Restrisikisiko, der aufgrund seiner genverseuchten biologischen Beschaffenheit – hier und da – essen wie auch ruhen darf müsste, dabei wertvolle Witschaftszeit verpennt vergeudet sowie seine Haltungskosten, verantwortungslos wie er sich gebärdet, rotzdreist aus der klammen Kasse seines Herrn Metzgers Gönners dazu noch geregelt wissen möchte.
Die faule Sau Der stinkende schmarotzende Widerling Trittbrettmalocher ist wohlbekannt, schreit inkontinent erbärmlich nach Prügel MIndestlohn und Hartz IV-Windeln, jammert über Zwangsabgaben  Lohnsteuer und gesicherte Armut Sterbensgeld Rente, ohne dabei zu bedenken, dass digitalgesteuerte Arschlöcher Malocher Roboter weitaus mehr Hunger nach Reichtum Gewinne erzielen, nebenbei unendlich fügsamer flexibler sind, die Fresse halten keine sozialversifften Ansprüche stellen, nicht an Hypochondrie leiden oder aufwendiger Sozialleistung Entsorgung Pflege bedürfen.


Also: Halsabschneider Globalhändler Undertaker Sozialkapitalisten sollten weisen Totschlägern Ratschlägen folgen, bevor nur ein einziger Aktionär verarmen-  oder unter Hungerkrämpfen verrecken sollte.
Die Welt ist doch kein Armenhaus!

Bin Laden bleibt uns erhalten

Nachlass zu versteigern.

11. September 2011
CIA Headquarter
ab  09.11 Uhr bis fertig

Danach fröhliche Terror-Runde mit Waterboarding.

Das Ding

Das Ding fiel nicht vom Himmel, es hing am Himmel. Unter einem anderen Ding, verhielt sich auffallend lautlos, pendelte hin und her, richtete sich schließlich aus, grinste demonisch nach unten.
Was los, grübelte ich, betrachtete beide aus der Froschlage heraus, schrie hustend nach oben: »Alder, mach blos kein Stress, sonst hol ich dich runter!«
 
So schrie ich lange Zeit, drohte und zappelte, die Augen über eine Kampfschleuder gerichtet, ein illegales Sauding aus 68/17, die mir ein Straßenkämpfer vermachte bevor er erschossen eingetütet wurde.
Für den Notfall, sollte ich plötzlich in der Scheiße stecken. Nun, die Scheiße hing gerade am Himmel, aber: wo kam sie her, und wer hatte sie hinterlassen? Die Faktenlage war nicht zu übersehen, hing über mir, wollte analysiert werden. Immerhin konnte ich ein Naturereignis auschließen, dachte eher Richtung Weltuntergang, also nicht gerade harmlos, und schon gar nichts für nervenschwache Memmen.

Das schreckliche Ding sprach keine Sprache, war weder schwarzhaarig noch trug es Bart – ein haarloses Etwas ohne erkennbare Merkmale.
Ich fluchte sträflich, regulierte meinen Soundpegel soweit nach unten, um nicht als freilaufender Randalist für Schlagzeilen zu sorgen, schon gar nicht in schwierigen Zeiten unter kriegsähnlichen Bedingungen.
Das Ding verarschte mich, forderte mich schweigend zum Zweikampf auf, indem ich die Rolle des Opfers zu spielen hätte. Kar, wer sonst.

Nicht mit mir, seufzte ich erleichtert auf. Da ich noch auf beiden Beinen stand, keinen abschreckenden Zweitschlag einleiten mußte, entschloss ich mich dazu, ein Posting an die Welt zu senden – als Whistleblower, Landesverräter und Kanalratte:
Hilfe! Wir stecken in der Scheiße fest!

Wirtschaftsalarm – feiern mit Luther

Auch das noch. Wer zahlt die Rechnung?
Faule Malocher dürfen sich eines weiteren Feiertags erfreuen, liegen gelangweilt in ihren Hängematten, verfeiern unseren mühsam erarbeiteten Aufschwung sowie sämtliche Mehrwerte fleißiger Unternehmer, die – dies ist bewiesen! – unter schweißtreibenden Anstrengungen unser gelobtes Land erblühen lässt.
Pfui Deibel und nochmals pfui. Luthers Anhängerschaft kennt keine Gnade, wenn's um das eigene Hemd geht, betet kaum mehr in Erfurcht vor den Herren, lässt Gott einen guten Mann sein.
So sind sie, diese Teufel Christen, sahnen ab, treten dazu reihenweise aus der Kirche aus, weil eh schon genügend Steuerabgaben an der Backe. Aber feiern wollen – wegen Luther mit seinen schrägen Thesen geistlicher Nahrungsquelle.


Ein christlicher Vorschlag zur Güte: Hängen wir dem Zweiten Weihnachtsfeiertag noch einen Jubeltag an; feiern wir die Geburt eines Hartz 4-Kindes.

Glyphosat – stirb langsam aber sicher

Glyphosat ist scheiße,
Herbizit bringt alle um,
Menschen, Cannabis, die Meise,
Bauers Buckel auch schon krumm.

Spritzen, düngen, essen,
Grün muß wachsen heftig,
wer das Gift soll fressen,
röchelt sterbend deftig.

Scheißegal ihr Narren,
treibt es weiter bis zum Ende,
erntet mit dem Todeskarren,
hackt euch ab die Hände.

Monsanto gilt als Wucherung,
ein Tumor dieser Welt,
verrecken kommt mir doch zu dumm,
dafür hab ich kein Geld.


Politik vom Feinsten – Pöstchenjagt der Blutsauger

Halali! Schlachten, ausbeinen, fressen.
Maden Politiker*Innen sind geil auf suchen händeringend lukrative Betätigungsfelder mit klaren, verantwortungsvollen Zielen vor Augen. Darf es etwas mehr sein als üblich? – bitte nicht drängeln, jede schon dahingehende angefaulte Frucht wird versorgt vor Schimmelbefall geschützt und haltbar vakuumiert.
Was soll's, Bedarfsgemeinschaften gelten nunmal als hilfebedürftig. Ein zweiter Vizekanzler wäre deswegen unerlässlich, meint die Brut  finden Hochleistungspoliiker*Innen, möglicherweise liesen sich sogar Ministerposten doppeln, Ministerien samt Beamtenanhängsel sowie Abgeordnete im Bundesttagsbetrieb. Fliegender Wechsel zum nächsten Sauhaufen mit Aufsichtsratsverantwortung in die freie Marktwirtschaft – eine sicherlich bombensichere Alternative, zukunftsorientiert wie krisenversichert.

Klar, das Land benötigt dringend Fachkräfte in schweren, brennenden brenzligen Kriegszeiten Zeiten, Rekruten Denkfabrikenmitarbeiter*Innen im Nachschub an der Politikfront. Bevor der Laden Deutschland privatisiert wird vor die Hunde geht, wird aufgerüstet und gleich zweifach besoldet. Das kleine, solidarische Steuerschwein an der Werkbank der Knecht Bürger wird's schon richten, mit dem Rücken zur Wand, seinen Arsch auf Grundeis gelegt.

Stechmücken, wenn sie sich unter günstigen Bedingungen paaren, vermehren und ausschwärmen können, benötigen ausreichende Blutversorgung zur Erhaltung ihrer Art, überwintern abwartend in dunklen, feuchten Winkeln.

Oder in einem Atombunker.

Folgenschwerer Hausbesuch eines Bereinigers

Bellendes Husten vor der Tür.

»Hallo, ich bin Paul, möchte mich kurz mit dir unterhalten – darf ich?«
Blöde Frage. Sollte ich Nein sagen, mit einer Knarre vor der Stirn?

»Komm 'rein, dachte schon, du ließest dich gar nicht mehr blicken. Gibt wohl viel zu tun.«
Immer höflich bleiben, nicht aggressiv werden, lächelnd die Wumme ignorieren, nicht einnässen.

»Hör mal zu. Du denkst so viel Scheiße, das stinkt einigen Leuten gewaltig, regt sie auf, und nun fordern sie deinen Kopf. Sprich ein Gebet und bleibe locker.«
Auch noch scheinheilig beten, kniend, verzückter Blick und so...

Haarscharf reflektieren, dachte ich, irgendein Arschloch fühlt sich auf den Schwanz getreten, schickt mir einen Spezialisten an den Hals – nur wer?
Habe keine Schulden, begleiche meine Stromrechnungen, liebe mein Land über alles, bin glücklich und zufrieden, Minimalist wie Lebenskünstler, ziehe in keinen Krieg, achte Gesetze, klage und verklage nicht...  Kurz porträtiert, in aller Bescheidenheit: Ich bin der gehorsamste Depp unter deutscher Sonne.
Aufgrund mangelnder Kenntnisse verzichtete ich darauf, schlagkräfige Bibelsprüche zu zitieren (Auge um Auge ...), schrieb eine eidesstattliche Erklärung, dass ich des Teufels sei, ein gottloser Moralprediger mit Linksdrall, Morgenlandsympathisant, Freizeitterrorist, Sozialschmarotzer, – und weitaus schlimmere Geständnisse.

Paul grinste breit, zeigte mir eine Silberkugel mit eingraviertem Namen (meinen!), schob sie in sein goldbestücktes Maul und spuckte sie mir unter die Schädeldecke.
«Willkommen in der Hölle!«

Mein trauriges Ende überraschte mich nicht wirklich.